Charles Darwin

Charles Darwin, der Vater der Evolutionstheorie, zählt in der Geschichte der Wissenschaft, speziell in jener der Naturwissenschaft, zu den wohl umstrittensten Männern überhaupt. Sein Hauptwerk, “On The Origin of Species”, im Deutschen erschienen als “Über die Entstehung der Arten” löste im 19. Jahrhundert regelrechte Skandale aus, da es einen fundamentalen Paradigmenwechsel hervorrief und dem christlichen Weltbild der Schöpfungslehre auf radikale Art und Weise widersprach. Darwin, der bis zum heutigen Tag als einer der größten Naturwissenschaftler überhaupt gilt, führte in seinem epochemachenden Werk die Entstehung und Entwicklung des Menschen auf den Affen zurück und entwickelte Gesetze, die das Überleben sowie das Aussterben bestimmter Arten durch natürliche Auslese und das Recht des Stärkeren erklärten.

Charles Darwin wurde 1809 in der englischen Stadt Shrewsbury als Sohn einer Arztfamilie geboren und starb 1882 in Downe, einem Stadtteil von London.
Ursprünglich hatte jener Mann, der das wichtigste wissenschaftliche Werk des 19. Jahrhunderts verfassen sollte, andere Pläne. Aufgrund der Familientradition begann er ein Medizinstudium, merkte jedoch recht schnell, dass ihn nur vereinzelte Teilbereiche interessierten und trat auf Anraten seines Vaters das Studium der Theologie an. Obgleich auch diese akademische Disziplin den jungen Darwin nicht ausfüllen konnte, legte er seine Abschlussprüfungen mit Bravour ab.
Schlüsselerlebnis und prägender Auslöser für die Ausrichtung seiner Studien war schließlich die Expedition an Bord der HMS Beagle, an der er als naturwissenschaftlicher Begleiter teilnehmen konnte. Charles Darwin konnte unzählige Beobachtungen an Flora und Tierwelt exotischer und ferner Länder vornehmen: Die mehrjährige Reise legte den Grundstein für die Evolutionstheorie, mit der Darwin die Grundfesten einer Welt erschüttern sollte, die ihre Entstehungsgeschichte im Buche Genesis gesehen hatte.