Papst

Der Papst ist das Oberhaupt der römisch katholischen Kirche. Im katholischen Glauben ist er der Nachfolger des den Märtyrertod gestorbenen Petrus, Stellvertreter Gottes Jesu Christi auf Erden und Bischof von Rom. Weltlich vertritt er den Vatikan als absoluter Monarch.

Der Vatikan, Sitz des Papstes, ist ein auf einem der sieben Hügel Roms gelegener Staat und gleichzeitig auch der kleinste anerkannte Staat der Welt. Obwohl die Geschichte des päpstlichen Sitzes eine wechselhafte war, so regierte das geistliche Oberhaupt von 1309 bis zum Konzil von Konstanz aus Avignon, war Rom neben Jerusalem stets das Zentrum der römisch-katholischen Kirche. Päpstliche Hauptbasilika des Stadtstaats ist der Petersdom. In der langen Geschichte des Heiligen Stuhls kam es mit der Ernennung von Gegenkaisern immer wieder zu politisch motivierten Interventionen römischer Kaiser oder des Hochadels, sodass es über das 14. Jahrhundert verteilt sieben Gegenkaiser gab.

Der momentan regierende und aus Deutschland stammende Benedikt XVI. ist der insgesamt 306. Papst, beginnend bei Petrus um das Jahr 33. Nach dem 2005 verstorbenen Polen Johannes Paul II. ist der mit bürgerlichem Namen Joseph Ratzinger heißende Benedikt erst der zweite Nichtitaliener, der im Konklave zum Papst gewählt wurde.

Seit dem Jahr 1505 ist die Päpstliche Schweizergarde für die Sicherheit des Heiligen Stuhls verantwortlich. Die Gardisten werden strengen Auswahlverfahren unterzogen und müssen neben der Zugehörigkeit zur katholischen Kirche und dem Besitz der Schweizer Staatsbürgerschaft auch bestimmte körperliche Voraussetzungen erfüllen. Weltbekannt und aufgrund ihrer bunten Bekleidung leicht zu erkennen, sind sie nicht für militärische Aufgaben abgestellt, sondern stellen die Polizei des Vatikans dar.